06. Januar 1938 – 20. Juli 2022

Sr. M. Irmtraud ist am 06. 01. 1938 in Pondorf geboren. Sie war das zweite Kind der Eltern Karl Dielt und Barbara Dietl geb. Plank.
Getauft wurde sie am 09.01.1938 auf den Namen Margarete, in Pfarrkirche St. Peter und Paul in Pondorf. 1949 empfing sie das Sakrament der Firmung in Riedenburg.
Sie wuchs mit drei Geschwistern auf; zurück bleibt nun ihr Bruder Karl.
Vom 1944 bis 1952 besuchte sie die achtjährige Volkschule und anschließend ein Jahr die Berufsschule.
Am 3. Oktober 1953 trat sie in die Kongregation der Schwestern von der Schmerzhaften Mutter in Abenberg als Kandidatin ein und besuchte einen Vorkurs für Kindergärtnerinnen und anschließend folgte das zweijährige Kindergarten-Seminar. Sie beendete die Ausbildung mit der staatlichen Prüfung als Kindergärtnerin und Hortnerin.
Am 12. August 1957 wurde sie eingekleidet und erhielt den Namen Sr. M. Irmtraud vom hl. Antlitz. Am 12. August 1959 legte sie die erste hl Profess ab und 1964 die Ewige Profess.
Einige Tage nach der hl. Profess, kam sie als Kindergärtnerin nach Bamberg in die Pfarrei St. Kunigund, dort wirkte sie 10 Jahre.
1969 wurde sie die Schwesterngemeinschaft nach Schwabach versetzt. Im Kindergarten St Sebald war sie 11 Jahre tätig und hatte bis zu ihrem Tod immer sehr gute Beziehungen zu ehemaligen Kindergartenkindern in Schwabach.
1980 kam die Versetzung nach Burgoberbach. Im Kindergarten in Burgoberbach hatte sie die Kindergartenleitung.
Nach zweijähriger Tätigkeit in Burgoberbach wurde sie 1982 nach Eichstätt in das Müttererholungsheim St. Stilla gerufen. Das neue Erholungsheim war eine Einrichtung für „Mutter und Kind“ und das Wirkungsfeld von Sr. Irmtraud im dortigen Kindergarten war sehr vielfältig und gleichzeitig für sie eine große Herausforderung, denn alle drei Wochen musste sie neue Kinder betreuen, Beziehungen und Vertrauen aufbauen und wieder loslassen.
Im Januar 2001 kam sie zurück nach Abenberg. Sie brachte sich in verschiedenen Bereichen im Senioren-Zentrum ein: in der Tagesbetreuung und einige Tage während der Woche beim Pfortendienst. Liebevoll betreute sie Sr. Hildegardis, bis die Pandemie die Einschränkungen brachte.
Sr. M. Irmtraud hatte ein offenes Herz für die armen und notleidenden Menschen, die am Telefon oder an der Klosterpforte anklopften.
Das stetige Abnehmen des Augenlichtes und des Gehörs war ein sehr großes Leid für sie!
Sie war eine stille Beterin und da ihr Augenlicht immer mehr abnahm eine hörende Beterin in der Gemeinschaft. Sie liebte die Festtage, sie war eine gute Erzählerin und der Fasching durf-te nicht ausfallen.
Zu schnell musste sie sich von lieb gewonnen Dingen verabschieden und auch wir Schwestern sagen Vergelt’s Gott! für die Bereitschaft zum Dienst für Gott und die Menschen.
Nach einem Sturz wurde sie dann in das Krankenhaus Neuendettelsau eingewiesen, wo man einen schnellwachsenden, inoperablen Hirntumor festgestellt hatte. In dieser schweren Krankenhauszeit hat sich Sr. M. Raphaela Gottschalk liebevoll um Sr. M. Irmtraud gekümmert. Auch ihr Bruder oder Neffe konnte sie im Krankenhaus noch besuchen und sich von ihr verabschieden.
Am Gedenktag der hl. Margareta, den 20. Juli 2022, ist sie im Krankenhaus Neuendettelsau in die ewige Heimat gerufen worden.
Am Dienstag, den 26. Juli 2022 wurde sie im Schwesternfriedhof auf der Marienburg beerdigt. Anschließend feierten wie das Requiem in der Stillakirche. Auch ihre Nichten, Neffen und ihre Bekannten konnten sich von ihr verabschieden.
Ruhe in Frieden!
Verfasst von Sr. Beate Nieberler
