Sr. M. Hildeburga Schmidt vom kostbaren Blut

4. März 1935 – 9. April 2026

Sr. M. Hildeburga Schmidt wurde am 04. März 1935 in Oberölsbach (Oberpfalz) Pfarrei Gnadenberg geboren. Sie war das dritte von sechs Kindern der Eheleute Karl und Theresia Schmidt geb. Stark.

Am 07. März 1935 wurde sie in der Filialkirche Unterölsbach auf den Namen Julianna getauft.

1941 bis 1947 besuchte sie die Volksschule, danach die zweijährige Berufsschule in Gnadenberg.

Bis zum Eintritt ins Kloster der Schwestern von der Schmerzhaften Mutter in Abenberg, am 30. Juli 1955, arbeitete sie im großen elterlichen Landwirtschaftsanwesen mit.

Die Liebe zur Natur war ihr ins Herz geschrieben.

Der 19. März 1956 war ihr Einkleidungstag, an dem sie den Namen „Maria Hildeburga vom kostbaren Blut“ bekam. Nach dem Noviziat legte sie am 19. März 1958 der erste heilige Profess und 1963 der ewige Profess ab.

Schwester M. Hildeburga arbeitete auf der Marienburg in Küche, Haus, Garten und in unserer kleinen Landwirtschaft.

1975 wurde sie nach Deining ins ordenseigene „St. Annaheim“ Altenheim versetzt und auch dort war sie in Haus, Küche und Garten eingesetzt.

Im Januar 1990 kehrte sie nach Abenberg zurück und wirkte wieder in Küche, Haus und Garten. Jahrelang sang sie im Schwesternchor mit. Auf ihre Anregungen hin singen wir seit vielen Jahren in der Osteroktav beim Stundengebet „Das ist der Tag, das ist der Tag den der Herr gemacht. Freut auch mit ihm lasst uns fröhlich sein.“

2014 siedelte sie zu den Mitschwestern in das Schwesternwohnheim um.

Sie übernahm dort die Blumenpflege und viele kleine, ungesehene Dienste.

Ihre Hauptaufgabe aber sah sie in der Sorge um Sr. M. Nikola, die sie mit viel Liebe, Hingabe und Umsicht betreute.

Als die Zeit kam, da Sr. M. Hildeburga 2021 und 2023 durch Stürze selbst Hilfe benötigte und auf den Rollstuhl angewiesen war saßen beide oft in stiller Aufmerksamkeit im Aufenthaltsraum beieinander.

Sr. M. Hildeburga war eine aufmerksame, äußerst verlässliche, fürsorgliche und zurückgezogene Schwester; sehr naturverbunden mit Tieren und dem Garten mit Gemüse und vielen Blumen.

Ihre körperlichen Kräfte nahmen immer mehr ab, sodass sie fast ständig bettlägerig wurde.

Nie hörte man ein Wort der Klage! Sie freute sich über jeden Besuch und konnte das Osterfest noch bewusst über den Lautsprecher mitfeiern.

Am 9. April 2026 gegen 10.00 Uhr holte sie der Auferstandene zu sich, begleitet durch die Anwesenheit der Mitschwestern.

Am 14. April 2026 wurde sie in Anwesenheit von Mitschwestern, ihrer Schwester Frau Resi Falk und Nichten im Schwesternfriedhof beigesetzt. Bei der Beerdigung haben die Vögel mit ihrem Gezwitscher unser Gebet und Singen begleitet. Anschließend feierten wir das Requiem in der Stillakirche.

Sr. M. Hildeburga ruhe in Frieden!

Verfasst von Sr. Beate Nieberler