Sr. M. Edgara Schmitt Vom Hl. Ignatius

21. April 1937 – 11. März 2022

Am 21. April 1937 wurde Sr. Edgara als fünftes von sechs Kindern, der Eltern Andreas Schmitt und Margarete Schmitt (geb. Herold) in Modschiedel, geboren.

Am 22. April 1937 wurde sie auf den Namen Anna in Modschiedel getauft und am 6. Juli 1948 in Weismain Diözese Bamberg gefirmt.

Sie besuchte die Volksschule in Modschiedel und anschließend die Landwirtschaftliche Berufsschule in Modschiedel. Während dieser Zeit war sie bei den Eltern tätig.

1953 trat sie in die Kongregation der Schwestern von der Schmerzhaften Mutter in Abenberg ein. Im gleichen Jahr begann sie in der Frauenfachschule in Würzburg eine Ausbildung für Handarbeit. Nach dieser Ausbildung belegte sie einen pädagogischen Lehrgang in Würzburg und schloss diesen 1956 mit der 1. Lehramtsprüfung ab.

Am 12. August 1956 wurde Sr. Edgara eingekleidet. Im zweiten Noviziatsjahr durfte Sr. Edgara das vorgeschriebene Praktikum zur Lehrbefähigung machen und unterrichtete an der Volks- und Klöppelschule in Abenberg und als Aushilfe in Denkendorf.

1958 legte sie die Erste Profess und 1963 die Ewige Profess ab.

1960 konnte Sr. Edgara die 2. Lehramtsprüfung machen und erlangte damit die vorgeschriebene Lehrbefähigung.

5 Jahre war sie als Handarbeitslehrerin an den Volksschulen in Denkendorf, Zandt, Dörndorf und Gelbelsee tätig. Während dieser Zeit lebte sie im dortigen Altenheim und sie spürte, dass ihr der Dienst an den Kranken mehr zusagte und da die Pflegekräfte fehlten durfte Sr. Edgara umschulen. Ab 1964 besuchte sie dann die 3-jährige Krankenpflegeschule in Bensberg b. Köln und schloss die Ausbildung mit dem Diplom als Krankenschwester ab.

1967 diente sie drei Jahre im Krankenhaus Marienburg in Abenberg.

Ab 1969 wurde sie nach Mellrichstadt versetzt, an den Geburtsort unserer Ehrwürdigen Mutter Franziska Streitel, und war im dortigen Kreiskrankenhaus bis 1975 tätig.

Im März 1975 kam Sr. Edgara wieder nach Abenberg in das ordenseigene Krankenhaus. Wegen der politischen Neuordnung wurde das Krankenhaus 1994 geschlossen.

Im Herbst 1994 ging sie mit zwei weiteren Schwestern nach Goiania (Brasilien) und wirkte dort im Kinderhort als Handarbeitslehrerin. In vielen zusätzlichen Stunden fertigte sie die Arbeiten der Kinder zu gelungenen Werken.

2000 kehrte sie nach Deutschland zurück und wirkte seit dieser Zeit als Krankenschwester im Schwesternwohnheim. Ihr jüngster Bruder hatte ein schweres Nierenleiden; deshalb spendete sie ihm 2001 eine Niere und er durfte viele 15 Jahre damit leben.

2019 wurde bei ihr Brustkrebs diagnostiziert und sie musste eine Chemotherapie machen. Trotz ihrer Krankheit war sie besorgt und hatte ein offenes Ohr und ein weites Herz für die kleinen und größeren

Sorgen der Schwestern. Ihre Hilfsbereitschaft kannte keine Grenzen. Ihre Schmerzen hat sie geduldig ertragen.

Bei der Beerdigung von Maria Kirsch war sie zutiefst beim Gottesdienst und bei der Beerdigung anwesend. Danach ging es ihr plötzlich sehr schlecht und sie war auf intensive Pflege angewiesen. Für jeden kleinen Handgriff war sie dankbar.

Ein herzliches Vergelt’s Gott an das Pflegepersonal und die Mitschwestern für die Dienste an Sr. Edgara.

Begleitet im Gebet ist sie am 11. März 2022 in Frieden heimgegangen.

Am 17. März 2022 wurde sie in Anwesenheit von Mitschwestern, Nichten und Neffen, von Mitarbeitenden und von ehemaligen Krankenhausmitarbeitenden im Schwesternfriedhof beigesetzt. Anschließend feierten alle zusammen das Requiem in der Stillakirche.

Ruhe in Frieden!

Verfasst von Sr. Beate Nieberler