25. Juni 1926 – 28. November 2022

Schwester M. Valentina Eichinger wurde am 25. Juni 1926 in Nahenfürst in der Oberpfalz geboren. Getauft wurde sie am nächsten Tag in der Pfarrkirche Wald auf den Namen Magdalena; gefirmt am 10.05.1937.
Ihre Eltern waren Sebastian und Katharina Eichinger.
Ihre Mutter starb kurz vor Weihnachten 1928, als sie kaum erst 2 1⁄2 Jahre alt war.
Bewegend war, in den Unterlagen von Sr. M. Valentina zu lesen, dass die Mutter alle ihre Kinder vor ihrem Sterben noch gesegnet hat!
Der Vater heiratete wieder und diese Frau war uns Kindern eine sehr gute Mutter, so schrieb sie.
Sr. M. Valentina hatte noch 6 Geschwister und drei Stiefgeschwister, die ihr alle vorausgegangen sind; davon 2 leibliche Schwestern in unserer Kongregation: Sr. M. Cordula Eichinger und Sr. Marie Eichinger.
Nach dem Besuch der Volks- und Berufsschule trat Sr. M. Valentina am 7.11.1946 hier in Abenberg in die Gemeinschaft der SSM ein, wurde am 19.03.1947 eingekleidet und durchlief die übliche Klosterausbildung. Ihre ewige Profess legte sie am 19.03.1954 ab. 2009 durfte sie das diamantene Professjubiläum feiern!
Ihre Tätigkeiten in der Kongregation waren: Von 1948 – 1949 in der Klosterverwaltung und an der Klosterpforte; von 1949 – 1953 in der Krankenhausverwaltung, wo sie zugleich Arztsekretärin war; von 1953 – 1967 wieder in der Klosterverwaltung und an der Klosterpforte; 1967 – 1973 wurde sie als Lokalleiterin im damaligen Müttergenesungsheim in Denkendorf eingesetzt.
In den Jahren 1973 – 1974 besuchte sie die Altenpflegeschule in Würzburg, die sie als staatlich anerkannte Altenpflegerin beendete. Danach schloss sich ein Praktikum im Krankenhaus Marienburg in Abenberg an.
1975 wurde Sr. M. Valentina als Provinzoberin gewählt. Dieses Amt hatte sie vier Jahre inne.
Von 1979 – 1982 wurde sie zur Archivarin ausgebildet und war bereits ab 1979 als Archivarin tätig. Sie war in allen Dingen sehr, sehr gewissenhaft, zuverlässig und korrekt, was uns heute noch zugutekommt.
Ihre Tätigkeit als Archivarin, wie sie aufschrieb, beendete sie im September 2007.
Als ihre beiden Schwester Cordula und Schwester Marie damals 1949 nach USA und in die Mission gingen, war das für sie eine harte Sache. Umso mehr freute sie sich, als beide 1980 wieder in die deutsche Heimat zurückkamen.
Sr. M. Valentina war für uns Schwestern, für viele andere Menschen und Behörden das lebendige Archiv. Sie wusste einfach alles. Sie war Archivarin mit Leib und Seele!
Ihre letzten Jahre verbrachte Sr. M. Valentina in unserem Schwesternwohnheim. Sie wurde mit der Zeit hilfsbedürftiger und schwächer, sodass sie sich schließlich der Dialysebehandlung unterziehen
musste, die sie jedoch kurz vor ihrem Tod abgebrochen hat. Wegen krankheitsbedingter Störungen während der Dialysen musste sie wiederholt in verschiedene Krankenhäuser zur Behandlung.
Sie sehnte sich danach bald heimgehen zu dürfen. Und so rief sie der Herr in den Mittagsstunden des 28. November 2022 zu sich.
In ihrer Sorgfalt hatte sie schon vor vielen Jahren ihr Sterbebild mit folgendem Text vorbereitet: „Wenn Gott uns heimholt, ist unserer Seele höchster Feiertag, denn wir kommen zu dem, der uns am meisten liebt“. P. Lippert SJ
Sr. M. Valentina war ihr ganzes Leben lang still, bescheiden und froh. Wir werden sie in vieler Hinsicht vermissen!
Möge sie nun bei Gott ausruhen von ihren Mühen, sich Seiner Gegenwart erfreuen und uns eine Fürsprecherin sein.
Verfasst von Sr. M. Elisabeth Hackenberg
